Besuchsbegleitung

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Rahmenbedingungen für die Besuchsbegleitung beim Wiener Familienbund in Deutsch/Englisch
 
  • Ein persönliches Erstgespräch mit dem jeweiligen Elternteil sowie die Eingangsphase mit dem Kind/den Kindern (vorbereitende/s Treffen ohne den besuchenden Elternteil) ist vor Beginn der Besuchsbegleitung abzuhalten.
 
  • Übergabe und Abholung des Kindes sollte prinzipiell am besten durch den obsorgeberechtigten Elternteil persönlich stattfinden. Sollte dies eine andere Person übernehmen, ist dies der Besuchsbegleiterin/dem Besuchsbegleiter vorab mitzuteilen. Die Anwesenheit anderer Personen während der Besuchsbegleitung und auch Übergaben ist nicht vorgesehen.
 
  • Beim Versetzten Kommen und Gehen begegnen sich die Eltern gar nicht oder nur im Beisein der Besuchsbegleiterin/des Besuchsbegleiters. Dies ist zwingend einzuhalten beim Vorliegen einer Einstweiligen Verfügung (EV), sowie bei Vorliegen besonderer Gründe. Bei privater Besuchsbegleitung ist dafür pro Besuchskontakt € 24,- zu bezahlen.
 
  • Die Aufsichtspflicht während des begleiteten Besuchstreffens liegt bei dem jeweils anwesenden Elternteil.
 
  • Der nicht besuchende Elternteil muss unsere Räumlichkeiten während der Besuchszeit verlassen. Das Alter sowie entwicklungspsychologische Bedürfnisse des Kindes werden jedenfalls berücksichtigt, weshalb möglicherweise die Anwesenheit/Verfügbarkeit des Elternteils im Nebenraum über einen gewissen Zeitraum hinweg gestattet wird. Sollte es dem bringenden Elternteil trotz Anregung der Besuchsbegleiterin/des Besuchsbegleiters nicht gelingen, unsere Räumlichkeiten zu verlassen, kann die Besuchsbegleitung nicht fortgeführt werden und das Gericht wird darüber in Kenntnis gesetzt
 
  • Die Besuchskontakte sind in einer der Besuchsbegleiterin/dem Besuchsbegleiter verständlichen Sprache abzuhalten.
 
  • Die altersgerechte Spielgestaltung der Besuchszeit liegt beim besuchenden Elternteil. Es können die Spielräume des Familienbundes inklusive Spielmaterialien benützt werden oder auch Spiele mitgebracht werden. Es wird erwartet, dass die Eltern den Umgang ihrer Kinder mit den Spielsachen beaufsichtigen, für etwaige Schäden sind die Eltern verantwortlich. Das Spielzimmer muss am Ende des Besuchskontakts wieder aufgeräumt werden, am besten macht der besuchende Elternteil das gemeinsam mit dem Kind. Die Küche kann gerne zum gemeinsamen Essen benutzt werden, auf Sauberkeit ist zu achten. Eltern sind verantwortlich für das Verhalten ihrer Kinder und werden gebeten, den Aktivitäts- und Geräuschpegel auf einem Niveau zu halten, das andere nicht stört.
 
  • Ein Begrüßungsgeschenk sowie Geschenke zu üblichen Anlässen werden von uns befürwortet, ansonsten wird der besuchende Elternteil angeregt, das Kind für die gemeinsame Zeit entsprechend zu versorgen (Jause, Getränk). Es soll dabei der gesundheitliche Aspekt berücksichtigt werden.
 
  • Aufnahmen des Kindes dürfen nur nach Rücksprache mit der Besuchsbegleiterin/des Besuchsbegleiters gemacht werden. Es dürfen keine Aufnahmen (Fotos, Videos, Ton) von den Besuchsbeleiterinnen/Besuchsbegleitern gemacht werden.
 
  • Ausflügesind nach Absprache mit beiden Elternteilen und der Besuchsbegleiterin/dem Besuchsbegleiter nur bei der privat bezahlten Besuchsbegleitung möglich. Es ist nicht möglich, mit dem Privatauto zu fahren oder die Zeit der Besuchsbegleitung in der Privatwohnung oder im Schwimmbad zu verbringen. Etwaige Kosten sind vom besuchsberechtigten Elternteil zu tragen.
 
  • Nichtbeachtung des Wohlverhaltensgebotes gegenüber dem Kind/der Kinder, Nichteinhaltung von Vereinbarungen, Drohungen oder Eskalationen führen zum sofortigen nachhaltigen Abbruch des Besuchskontaktes. Fehlverhalten aufgrund von Drogen- oder Alkoholkonsum muss dem Gericht mitgeteilt werden und kann ebenfalls zum Abbruch führen.
 
  • Absagen (Erkrankung, Verhinderung) müssen der Besuchsbegleiterin/dem Besuchsbegleiter mindestens 24 Stunden vor dem Termin zur Kenntnis gebracht werden, andernfalls ist vom entsprechenden Elternteil ein Kostenersatz in Höhe von 24 Euro an den Wiener Familienbund zu entrichten.
 
  • Die Besuchsbegleiterin/der Besuchsbegleiter ist keine Gutachterin/kein Gutachter, weshalb keine Empfehlungen für die weitere Kontaktrechtsregelung abgegeben werden. Das Gericht kann einen Bericht anfordern, welcher die Beobachtungen der vorangegangenen begleiteten Besuchskontakte beinhaltet. Wir weisen darauf hin, dass ein von einem der beiden Elternteile privat angeforderter Bericht € 50,- bis € 100,- kostet.
 
Kosten der Besuchsbegleitung
  • Geförderte Besuchsbegleitung: kostenfrei bis zu einer gewissen Einkommensgrenze,
max. 40 Besuchsbegleitungsstunden innerhalb von 12 Monaten, Zuweisung durch das zuständige Bezirksgericht
  • Nicht geförderteBesuchsbegleitung: 48 Euro pro Stunde Besuchskontakt plus Übergabezeiten (24 Euro beim Versetzten Kommen und Gehen), die Kosten der Eingangsphase müssen übernommen werden
  • Übergaben: 24 Euro pro Übergabe (höhere Kosten, wenn eine Übergabe länger als eine halbe Stunde dauert)
 
Standorte: 1060 Wien, Mollardgasse 8, 1080 Wien Kochgasse 7, 1110 Wien, Geystraße 2/11/R2, 1150 Wien Sechshauser Straße 48/4, 1220 Wien Schüttaustr. 12-14/9/R3,1220 Wien, Ziegelhofstraße 32-34/Stg. 901/EG/R9, 1230 Wien Rößlergasse 15.

 

Sozialministerium

 

 

IN ENGLISH:

Agreement for supervised child access services at the WienerFamilienbund
 
 
  • Before any parent-child contacts can take place, the non-custodial parent has to complete a personal meeting with a staff member and the child/the children will have preparatory meetings (without the non-custodial parent) to familiarize themselves with the surroundings.
 
  • If at all possible, child exchange and pick-up should be done by the custodial parent. In case that is not possible, the Child Access Supervisor has to be informed beforehand. There should be no other persons present during parent-child contacts and child exchanges.
 
  • With time-delayed arrivals and departures, parents will not meet at all or only in presence of a Child Access Supervisor. This is mandatory in case of temporary restraining orders and other special circumstances. For privately paid child access services, the costs of this service are 24 € per contact.
 
  • The duty of supervision during parent-child contacts lies with the parent present.
 
  • The custodial parent has to leave or premises during the parent-child contacts. The age and needs of the child will of course be taken into account, which is why the presence of the custodial parent in an adjoining room may be permitted for some time. If the custodial parent does not leave our premises after being asked to do so by the Child Access Supervisor, parent-child contacts will be suspended and the court will be informed.
 
  • During Parent-child contacts, have to take place in a language understood by the Child Access Supervisor
 
  • The non-custodial parent is responsible for age appropriate activities during the contact time. The play rooms of the Familienbund, including the toys they contain, can be used or games/toys can be brought by the non-custodial parent or the child/the children. Parents are to supervise their children while they are playing with the toys and are responsible for any damage that may occur. The play room has to be tidied up at the end of the contact, it is best if the non-custodial parent does that together with the child/the children. The kitchen may be used to eat together; parents are asked to keep it clean. Parents are responsible for their child’s/children’s behavior and are asked to keep the noise and activities at a level unobtrusive to others.
 
  • We favor welcome gifts as well as gifts at the usual occasions (birthday etc). Apart from that, non-custodial parents are asked to provide for their child/their children during their time together (snacks, drinks) and to keep health aspects in mind.
 
  • Records of the children may only be done with permission of the Child Access Supervisor. It is not permitted to take any records (audio, video, pictures) of the Child Access Supervisor.
 
  • Outings are only possible for privately paid Child Access Services and if both parents and the Child Access Supervisor agree. It is not possible to use private cars or spend the time in a private flat or public bath. Potential costs have to be paid by the non-custodial parent.
 
  • Not behaving properly towards the child/the children, disregarding agreements, threats or escalations lead to immediate suspension of all parent-child contacts. Misbehavior due to alcohol or drug abuse has to be reported to court and may lead to suspension of all parent-child contacts as well.
 
  • Cancellations have to be reported to the Child Access Supervisor at least 24 hours before the scheduled meeting, otherwise the cancelling parent has to provide a compensatory fee (24 €) to the Wiener Familienbund.
 
  • The Child Access Supervisor is no referee; therefore, no recommendations regarding future child access for the non-custodial parent can be given. However, the court may order a report about prior parent-child contacts, which will contain observations made during these contacts. We would like to point out that if one of the parents privately orders a report, fees between 50 and 100 € will apply. 
 
Child Service Access Fees
  • Governmentally supported Child Access Services: cost-free up to an income limit. No more than 40 hours of parent-child contacts within 12 months. Allocation by court order.
  • Unsupported (privately paid) Child Access Services: 48 € per hour of parent-child contact, including exchange times (24 € for time-delayed arrivals), costs of the intake process have to be provided.
  • Monitored exchange: 24 € per exchange (higher fees may apply if the exchange takes more than half an hour).
 
 
Possible orts: 1060 Wien, Mollardgasse 8, 1080 Wien Kochgasse 7, 1110 Wien, Geystraße 2/11/R2, 1150 Wien Sechshauser Straße 48/4, 1220 Wien Schüttaustr. 12-14/9/R3,1220 Wien, Ziegelhofstraße 32-34/Stg. 901/EG/R9, 1230 Wien Rößlergasse 15.